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Hagenacker
Der Ort Hagenacker mit etwa 35 Einwohnern ist zweigeteilt. Der nördliche Bereich des Weilers mit einigen Bauernhöfen liegt idyllisch unter den mächtigen Felsen des Prallhangs (Dohlenfelsen), die als Vogelschutzgebiet ausgewiesen sind. Keimzelle des am südlichen Talrand gelegenen Teils war der 1377 erstmals genannnte Eisenhammer, der zum Hüttenwerk Obereichstätt gehörte und in dem das Roheisen von dort mit Hilfe von wassergetriebenen "Pochhämmern" zu Schmiedeeisen weiterverarbeitet wurde. Zum Antrieb der Hämmer wurde die Altmühl mittels eines heute noch erhaltenen Steinwalles ("Wehr") aufgestaut und in einen Werkskanal abgeleitet. 1493 ist ein Leonhard Weischer als Hammermeister erwähnt. Danach wechselte das Werk wiederholt den Besitzer, war jedoch lange Zeit im Besitz der Eichstätter Fürstbischöfe. So erwarb es z. B. 1685 Fürstbischof Marquard Schenk von Castell und ließ es instand setzen. 1710 spezialisierte man sich auf die Herstellung von Blechen. 1849 wurde das Hauptgebäude im klassizistischen Stil neu erbaut, aber schon 1882 wurde das inzwischen an Privatleute verkaufte Hammerwerk aufgelassen, weil es unrentabel arbeitete. Jetzt diente das Gebäude wiederholt immer wieder anderen Fabrikationszwecken: als Bleistiftfabrik, als Bronzewerk, zur Asbestplattenherstellung, als Glasschleiferei.
1867 bis 1870 wurde beim Bau der Eisenbahnlinie durch den Kruspelberg der 633 m lange Eßlinger Eisenbahntunnel gebaut. Um den Bau kostspieliger Eisenbahnbrücken zu sparen, wurde für die Altmühl entlang der Bahnlinie ein neues Bett geschaffen und damit das Altwasser im nördlichen Ortsteil vom Fluss abgetrennt.
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