Eberswang  Geschichte, Kirche St. Alban


Eberswang

 

 

Geschichte

Eberswang, bereits um 800 gegründet,  ist der einzige Ortsteil der Gemeinde Dollnstein, der auf der Jura-Hochfläche liegt. Es ist ein mittelalterliches Rodungsdorf, das an dieser Stelle wohl wegen der Quelle (Solabrunnen) vor der Kirche gegründet wurde. Schon 1377 wird der "Sulenprunnen“ urkundlich erwähnt.  Er versorgte die Dorfbewohner Jahrhunderte lang wenigstens mit dem nötigsten Wasser. Wenn es nicht ausreichte, musste es mit Fuhrwerken in mühsamer Arbeit von den Quellen bei Attenbrunn heraufgeholt werden. Erst durch den Bau der Wasserleitung wurde der heute überdachte Solabrunnen vor der Kirche überflüssig.

Diese Quelle auf der wasserarmen Jurahochfläche ließ der Legende nach der hl. Sola entspringen, der im
8. Jahrhundert in der Solnhofener Gegend missionierte. In Wirklichkeit staut hier nur wenige Meter unter der Oberfläche eine Lehmschicht das Niederschlagswasser.

Eberswang hat etwa 140 Einwohner

 

Kirche St. Alban

 


In der heutigen Form wurde die Kirche 1720 erbaut, wahrscheinlich auf den Fundamenten einer Vorgängerkirche, deren Inventar 1672 aufgelistet ist. Kirchenpatron war (noch 1924) der heilige Alban, danach ging das Patronzinium allmählich auf  St. Sola über.


Der Barockaltar mit einer Pieta in der Mitte sowie den Plastiken St. Alban links und St. Sola rechts ist barock (1720).

 

Das bedeu-tendste Kunst-werk in der Kirche ist eine spätgotische Madonna aus dem frühen
16. Jahrhundert links vom Chor-bogen. Sie stammt aus dem ehemali-gen Kloster Marienstein.
 

 

 

 

 

 

 

Die zierliche Marienfigur auf einer Konsole an der Südwand der Kirche ist ein Abbild der "Schwarzen Muttergottes" von Altötting  und hat wie diese ein sehr hohes Alter.

 

 

 

 

 

 


 

 

 

Eine sehr gute Arbeit  des Spätrokoko sind die Kreuzwegbilder von Chrysostomus Wink (um 1770).

 

Eine Rarität ist die Eberswanger Orgel, eine so genannte "Truhenorgel" mit "verkürztem" Manual. Sie wurde früher bei der Fronleichnamsprozession in Eichstätt mitgetragen . Die für das Erklingen der Orgelpfeifen benötigte Luft wird durch Ziehen des Blasebalges mit zwei Gurten erzeugt.
 

Rechts eine der beiden
Prozessionsstangen aus der Barockzeit