Breitenfurt  Geschichte, Kirche St. Ulrich, "Pertoldus de Breitenfurt", Ortsname Breitenfurt, Pulverhöhle


 

Breitenfurt

 



 

 

Geschichte

Der Ortsname Breitenfurt weist hin auf eine breite Furt, an der wohl schon in vorchristlicher Zeit  eine keltische Handelsstraße die Altmühl überquerte. Auf diese geht sicher auch der Ortsname zurück. 1980 fanden Archäologen nördlich des Dorfes  bei der heutigen Kläranlage) eine Siedlung aus der Hallstattzeit, in der Eisen verhüttet wurde. 
Schriftlich bezeugt ist der Ortsname erstmalig im Jahr 1158, in dem in einer Urkunde der Adelige "Pertoldus de Breitenfurt" genannt wird. 1306 hat das Klosters Bergen in Breitenfurt Besitz, wahrscheinlich ein Fischwasser. Später gehört der Ort den Fürstbischöfen von Eichstätt. Diese betrieben im nahen Waldgebiet des Sauparks eine Ziegelei und Kalkbrennerei.  Bis 1802 gehörte Breitenfurt  zum Fürstbischöflichen  Pfleg- und Kastenamt in Dollnstein und kam mit diesem 1806 zu  Bayern. 1817 bis 1833 gehörte es um Fürstentum Eichstätt der Herzöge von Leuchtenberg.

 

 
Bubenrother Mühle

Die Bubenrother Mühle, 1 km südlich von Breitenfurt gelegen,  war die einstige Dollnsteiner Burgmühle und ist 1239 als Besitz des Klosters Rebdorf erstmals genannt. Später gehört sie den Eichstätter Bischöfen. Aus einem Erbbrief von 1417 geht hervor, dass auch in Bubenroth ähnlich wie in Hagenacker mit Hilfe des in einem Werkskanal abgeleiteten Altmühlwassers ein Eisenhammer betrieben wurde, später nur noch eine Getreidemühle. Heute treibt das Wasser im Mühlenkanal Turbinen zur Stromerzeugung. Der Zufluss wird seit der Regulierung der Altmühl (1927 - 1930) durch ein Flusswehr geregelt. Auf dem Gelände der Mühle befindet sich heute ein Sägewerk; die ehemaligen Mühlengebäude werden anderweitig genutzt.

Die Attenbrunner Mühle ist schon seit dem 14. Jahr-hundert nachgewiesen und war eine der zahlreichen Mühlen an der Altmühl. Sie war zeitweilig Rebdorfer Klostergut, das  1466 (oder 1486) an den Eichstätter Fürstbischof vertauscht wurde.

Nur wenige Meter neben dem Fluss entspringen aus dem Felshang sehr ergiebige Karstquellen, die heute für eine Forellenzucht genutzt werden. Der Weiler hieß bis ins 19. Jahrhundert "Altenbrunn".

1971 wurde der Weiler zusammen mit Breitenfurt nach Dollnstein eingemeindet.
 

Mit etwa 450 Einwohnern ist Breitenfurt der drittgrößte Ortsteil der Gemeinde Dollnstein. Im Ort befindet sich das beheizte Freibad der Gemeinde (Bild rechts)


 

Kirche St. Ulrich

 

Im Kern ist  die Breitenfurter Kirche ein romanischer Bau des 12./13. Jahrhunderts. Im 18. Jahrhundert wurde sie barock um- und ausgestaltet. Der Hochaltar und die Seitenaltäre sind barocke Schöpfungen; sie wurden vom Breitenfurter Altmühlfischer Johann Bayer (+ 1718) gestiftet, dessen Grabstein sich erhalten hat.

Das Altarblatt des barocken Hochaltars  zeigt den Kirchenpatron St. Ulrich als Sieger über die Ungarn; gemalt wurde es von Wiillibald Wunderer.

 

 

An der rechten Seitenwand hängt ein Ölgemälde (etwa 1700) mit der Darstellung des Fegfeuers, darüber der "Gnadenstuhl" und zwei Chöre von Heiligen.

Die 8. Station des barocken Kreuzweges: Jesus begegnet den weinenden Frauen.

 

 

Bild rechts: In der Kapelle an der Straße von Bubenroth nach Dollnstein befindet sich ein Gemälde der "Schwarzen Muttergottes" vor dem Hintergrund des gegenüber liegenden Burgsteinfelsens.